Die häufigsten Social-Media-Fehler
Ein falscher Song, ein Bild aus Google oder falsche Zugriffsrechte können Unternehmen viel Geld und Ärger kosten. Mit diesen einfachen Maßnahmen schützt ihr eure Social-Media-Kanäle.
Rechtliche Risiken für Unternehmen auf Social Media
Social Media ist für Unternehmen längst ein wichtiger Marketingkanal. Gleichzeitig gelten dort zahlreiche rechtliche Vorgaben, die vielen nicht bewusst sind.
Schon kleine Fehler können dazu führen, dass Beiträge gelöscht, Werbeanzeigen abgelehnt oder sogar hohe Schadenersatzforderungen gestellt werden. Wer die wichtigsten Regeln kennt, schützt sein Unternehmen und spart sich viel Ärger.
1. Musik in Reels und Storys richtig verwenden
Nicht jeder Song, den Instagram, Facebook oder TikTok anzeigt, darf von Unternehmen auch verwendet werden!
Der Unterschied: Privatpersonen dürfen die Songs nutzen, Unternehmen mit gewerbliche Accounts jedoch nicht!
Wer Chart-Musik in gewerblichen Posts, Reels oder Stories verwendet, riskiert hohe Strafen – zusätzlich kann der Beitrag gelöscht oder der gesamte Account gesperrt werden.
Die sicherste Lösung:
Musik einfach weglassen – viele erfolgreiche Reels funktionieren auch ohne. Oder auf speziellen Online-Plattformen (zB Artlist) nach lizenzfreier Musik suchen, die auch für gewerbliche Nutzung freigegeben ist.
2. Vorsicht bei Bildern aus dem Internet
Bilder, die ihr online findet, egal ob bei Google, Pinterest oder auf den sozialen Netzwerken, gehören ihren Urheber:innen! Herunterladen und posten dieser Inhalte ist eine Urheberrechtsverletzung, die sehr teuer werden kann!
Die Lösung:
Entweder eigene Fotos verwenden (das wirkt auch persönlicher und authentischer) oder Bilder auf seriösen Stock-Plattformen mit dem richtigen Nutzungsrecht lizenzieren.
3. Passwörter richtig verwenden
Viele Unternehmen verwenden jahrelang dasselbe Passwort für mehrere Accounts. Das ist ein großes Sicherheitsrisiko: Wird nur ein einziger Account gehackt, können Angreifer:innen mit denselben Zugangsdaten oft auch auf weitere Konten zugreifen.
Verwendet deshalb für jeden Account ein eigenes, sicheres Passwort und ändert es regelmäßig. Zusätzlich solltet ihr überall die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren. Dabei wird neben dem Passwort ein zusätzlicher Sicherheitscode benötigt, welchen ihr z. B. als SMS erhaltet. So reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht aus, um sich in euren Account einzuloggen.
Das klingt vielleicht nach Mehraufwand, ist aber schnell eingerichtet und schützt euch zuverlässig vor bösen Überraschungen.
4. Zugriffsrechte regelmäßig kontrollieren
Das wird oft vergessen: Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, eine Agentur gewechselt wird oder ein Praktikum endet, bleibt der Zugriff auf Social-Media-Accounts häufig bestehen.
Habt ihr schon mal nachgeschaut, wer Admin-Rechte auf euren Seiten hat? Oder ob ihr selbst überhaupt noch vollen Admin-Zugriff auf eure eigenen Accounts habt?
Das klingt seltsam, ist aber leider keine Seltenheit. Bei Facebook, Instagram und Co. lässt sich das in den Einstellungen unter „Rollen“ oder „Zugriffsberechtigungen“ prüfen.
Nur aktuelle, vertrauenswürdige Personen sollten Zugriff haben!
5. Business-Account statt privatem Profil
Viele kleine Unternehmen starten mit einem privaten Profil. Für eine professionelle Unternehmenskommunikation ist jedoch ein Business-Account unverzichtbar.
Business-Accounts bieten Statistiken, Werbemöglichkeiten, Rollenverwaltung und zahlreiche weitere Funktionen, die private Profile nicht besitzen. Außerdem entsprechen sie den Nutzungsbedingungen der Plattformen für gewerbliche Anbieter:innen. Bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen können Funktionen eingeschränkt oder Accounts gesperrt werden.
Fazit
Kleine Kontrollen verhindern große Probleme
- Verwendet nur freigegebene Bilder und Musik
- Schützt eure Accounts mit sicheren Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Überprüft regelmäßig wer Zugriff auf eure Accounts hat
- Nutzt ein Unternehmensprofil und richtet es vollständig ein
Ihr habt Fragen oder seid euch Unsicher?
FAQ
Häufige Fragen zu Social Media für Unternehmen
Nein. Bilder aus Suchmaschinen, Pinterest oder anderen Websites sind in der Regel urheberrechtlich geschützt. Verwendet nur eigene Bilder oder lizenzierte Fotos, für die ihr die entsprechenden Nutzungsrechte besitzt.
Im Zweifel solltet ihr den Inhalt nicht verwenden. Holt euch die erforderliche Lizenz oder greift auf lizenzfreie. Das schützt euch vor möglichen Urheberrechtsverletzungen und unnötigen Kosten. Alternativ könnt ihr auch gerne bei uns nachfragen: office@chdesigns.at